Corinne Cichacki

Die Robinson-Mitarbeiterin Corinne Cichacki ist seit ihrer Geburt HIV positiv und will anderen Betroffenen Mut machen.

Überschattete Kindheit

Corinne wächst bei einer liebevollen Pflegefamilie in einem bayerischen Dorf auf. Das Leben auf dem Land bietet dem kleinen Mädchen viele Vorteile wie ein schönes, großes Haus und Toben in der freien Natur. Doch das Dorfleben hat auch Nachteile. Corinnes Schuldirektor rät ihren Pflege-Eltern dringend davon ab, ihre HIV-Infektion öffentlich zu machen. Aus Angst vor Stigmatisierung und Ausschluss aus der Gemeinschaft entscheidet sich die Familie dazu, die Krankheit zu verheimlichen. Damit kann sich Corinne zwar vor Anfeindungen und Ausgrenzung schützen, doch das Schweigen ist auch eine Belastung.

„Corinnes Geheimnis“

Neben engen Freunden der Familie ist nur ein Filmteam eingeweiht, das Corinnes Entwicklung seit ihrem 8. Lebensjahr begleitet. Nach ihrer Volljährigkeit wird die Reportage unter dem Titel „Corinnes Geheimnis“ erstmals ausgestrahlt und ihre Krankheit damit öffentlich gemacht. Ein schwerer Schritt, der Corinne nicht leicht fiel. Die Angst vor den Reaktionen aus ihrem Umfeld war riesig.

Mehr zum Dokumentarfilm „Corinnes Geheimnis“

" Ich lebe einfach jetzt damit und finde es sehr schön, dass jetzt so viele Bescheid wissen, weil ich jetzt viel freier leben kann. "

Mut zur Offenheit

Nach ihrem Coming out beginnt für Corinne ein neues Leben. Endlich kann sie offen mit ihrer Krankheit umgehen und muss sich nicht mehr verstecken. Die Reaktionen aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld sind durchgehend positiv. Der Robinson Club Esquinzo Playa auf Fuerteventura, wo Corinne mittlerweile lebt und arbeitet, stellt sich voll hinter die 21-Jährige. Viele Interessierte, aber auch Betroffene wenden sich an Corinne und holen sich bei ihr Rat und Zuspruch.

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Artikel aus dem Neon Magazin